• 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10

TSV Gilching-Argelsried - RWÜ I - 3:4

Geschrieben von Sebastian Müller.

Die erste Hiobsbotschaft erhielt Trainer Sebastian Müller schon während der Woche. Kapitän Rene Stuber fällt mit Verdacht auf dreifachen Bandscheibenvorfall vorerst für unbestimmte Zeit aus. Auf diesem Weg noch einmal gute Besserung und du kannst dir sicher sein lieber Stubi, das wir alles versuchen um dir zu helfen.

Die Rollen waren vor Beginn der Partie klar verteilt. Überacker als ungeschlagener Tabellenführer war klarer Favorit. Auch die letzten Eindrücke aus Training und vor allem nach dem starken Auftritt gegen Stockdorf lies das Team optimistisch nach Gilching fahren. Die Startformation wurde im Vergleich zur Vorwoche auf einer Position geändert. Johann Skoruppa spielte für Philip Bögl.

Schon beim aufwärmen machte sich innerhalb des Teams eine gewisse Leichtigkeit breit. Was hatte man zu befürchten. Man war Tabellenführer, ungeschlagen noch dazu, was sollte schon großartig schief gehen. Und genau so lief dann auch die erste halbe Stunde ab. Obwohl noch gepredigt wurde, dass man hoch konzentriert sein soll, fand man zu Beginn nicht statt. Man nahm die Zweikämpfe nicht an und lies den Gegner im Mittelfeld gewähren. So kam es dann auch nicht überraschend, dass man nach 20 Minuten mit 2:0 zurück lag. So konnte es nicht weitergehen. Schon nach 30 Minuten wurde gewechselt. Heggmeier Michael kam um die Defensive zu verstärken. Für ihn musste Markus Gradl weichen, man hätte zu dem Zeitpunkt aber jeden anderen aus dem Team auswechseln können. Sebastian Müller rückte ins offensive Mittelfeld vor und Markus Lengenfeld spielte von da an im Sturm. Die Umstellung machte sich bezahlt. Man fand besser ins Spiel und nach Foul an Thomas Diesinger erzielte Manfred Giggenbach durch einen schönen Freistoß den 2:1 Anschlusstreffer in der 35 Minute.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit wurde sofort ersichtlich, dass man sich in der Kabine viel vorgenommen hatte. Mit einer gehörigen Portion Wut über die bis Dato schwächste Halbzeit begann ein Sturmlauf auf des Gegners Tor. Man erspielte sich Chance um Chance, aber man scheiterte am eigenen Unvermögen oder am gegnerischen Torwart. Als man in der 60 Minute einen Elfer zugesprochen kam keimte Hoffnung auf, aber Sebastian Müller zeigte sich als fairer Sportsmann und wies den Schiedsrichter darauf hin, dass er über die eigenen Füße gefallen war. Welch erhabenes Gefühl diesen Mann in seinen Reihen zu wissen der eben leider nicht immer geradeaus laufen kann.

In der 80 Minute wurde man schließlich für den unermüdlichen Einsatz belohnt. Nach einer Ecke von Giggenbach flog der Ball an Freund und Feind vorbei, direkt vor die Füße von Sebastian Müller, der lies sich die Chance diesmal nicht nehmen und machte das 2:2. Der Ausgleich war geschafft, nun wollte man mehr. Die Richtung blieb die gleiche, des Gegners Tor. Und wieder zappelte der Ball in des Gegners Tor. In der 88 Minute gab es ein Gewühl im Strafraum, wieder stand Giggenbach richtig und schoss den Ball zur 3:2 Führung ins Tor. Nun wollte man den Vorsprung über die Zeit bringen, doch leider hielt das Vorhaben nur für 2 Minuten.

Mit dem zweiten Gilchinger Torschuss in Halbzeit zwei fiel der Ausgleich…in der 90ten Minute. Als sich die Zuschauer schon mit dem Unentschieden abgefunden hatten fiel dann doch noch der Siegtreffer. Sebastian Müller wollte auf den startenden Thomas Diesinger passen, doch der erste Versuch schlug fehl. Müller konnte sich den Ball zurück erkämpfen und im zweiten Versuch klappte es besser. Der Ball fand den steil laufenden Diesinger, der blieb vor dem Tor, anders als vor einer Woche, cool und schob dem Ball am herausstürzenden Torwart vorbei. Der Siegtreffer in der 94 Minute.

Ein glücklicher Sieg für RWÜ, den Gilching hätte aufgrund der ersten Halbzeit einen Punkt verdient gehabt. Nach der schwachen ersten Halbzeit steigerte sich das Team in der zweiten Halbzeit deutlich. Lobend zu erwähnen ist, dass die Mannschaft wieder 90 Minuten ein hohes Tempo gehen konnte und nie den Mut verlor. In den nächsten Spielen muss man aber wieder von Anfang an hoch konzentriert sein, denn es ist nun klar dass man in dieser Liga vorerst der gejagte sein wird.