........ Unser langjähriger Vereinskassier Hans Mundo entpuppte sich als unser schnellster Zuschauer. „Hassi" wurde mit einem Messer von einem Fußballfan von AEG Dachau (Griechen) verfolgt. Hans hat in Todesangst den Trainingsplatz in nur 8,4 Sekunden überquert. Zu einer Nachnominierung für die I. Mannschaft hatte es allerdings nicht mehr gereicht - er musste auch die nächsten Spieltage weiterhin als Platzkassier fungieren.

........ Fred Bergmaier war sicher einer der besten und erfolgreichsten Fußballer unseres Vereins. Wussten Sie, dass der „Fred" nur bei RW spielte, weil er seinem damaligen Arbeitskollegen Sepp Meisburger beweisen musste, dass er Fußballspielen konnte. Daraufhin hat sich Fredy bei unserem Trainer Josef Amrehn für ein „Gauditraining" gemeldet. Herr Amrehn jedoch entgegnete ihm, „Spaßtraining gibt's bei uns nicht, melde dich beim Vorstand und beantrage einen Spielerpass" - „Also gut," sagte der Fred, und spielte von nun an in unserer „Ersten" Wir bedanken uns recht herzlich bei Sepp Meisburger für diese ausgefallene Art der Spielervermittlung.

........ Sepp Peiß erzielte 1994 das schnellste Tor des SV RW Überacker. Beim Spielanpfiff wurde ihm wie üblich der Ball am Anstoßpunkt zugespielt, er erkannte dass der Gröbenzeller Torhüter am Strafraum stand, um noch taktische Gedanken mit seinem Libero auszutauschen. Sepp schoss nach 4 Sekunden zum 1:0 für Überacker ein.

........ Unser Ex-Spieler und Trainer Adolf Rieger wurde in einer Sportgerichtsverhandlung mit Muhammad Ali verglichen. Ein Grieche von AEG Dachau fühlte sich damals so sehr von „Adi" bedroht, dass er sich weigerte aus der nahegelegenen Maisach herauszukommen - dorthin war er wegen der Statur vom „Rieger Adi" geflüchtet. Bei der Zeugenvernehmung erklärte dessen Frau (Sie war Griechin): „Plötzlich kam dieser Mann, groß wie Schrank, boxen wie Cassius Clay und verhaute meinen kleinen Mann"

........ „Leitmeier mit zwei Ei" antwortete unser Sportsfreund Rudolf Leitmeier, als ihn der Schiedsrichter wegen einer Verwarnung nach dem Namen fragte. Während Rudi lediglich die richtige Schreibweise seines Namens zitierte, war die Geduld beim Referee zu Ende - er wurde sofort des Feldes verwiesen.

........ Wir schreiben Anfang der 70er Jahre: D-Jugend-Trainer Adolf Zacherl war dermaßen sauer, weil nur 8 Spieler zum Auswärtsspiel in Egenburg am Treffpunkt erschienen waren, dass er mit dem Trikotkoffer nicht nach Egenburg sondern nach Hause fuhr. So verwunderte es ihn schon sehr, als er am Nachmittag erfuhr, dass seine Jungs in Egenburg mit nur 8 Spielern, ausgeliehenen Trikots und ohne Trainer mit 5:1 Toren gewannen. Die abwesenden Spieler mussten aber trotzdem eine Extra-Trainingseinheit absolvieren.

........ Kennen Sie noch Walter Dellinger? Ein Mann, über den man Fortsetzungsromane schreiben könnte. „Sir Dackl" wie er im allgemeinen genannt wurde, war wohl technisch nicht zu überbieten - seine artistischen Einlagen auf dem Spielfeld bleiben unvergessen, wenngleich die Trainer und Torhüter anders über dieses Thema dachten.
Ende der 70er Jahre wurde den Rot-Weißen ein Elfmeter zugesprochen. Der „Sir" nahm sich die Kugel - und duellierte sich mit dem gegnerischen Keeper zunächst mit den Augen. Er lief an und schickte den Torwart in die falsche Ecke - jedoch war dies Herrn Dellinger noch nicht genug - er spitzelte den Ball so feinfühlig an, dass dieser gerade mal die Torlinie überschritt. Der Ball hat das Tornetz nicht mehr berührt. Der Ball blieb sozusagen nach 11,30 m liegen. So einen Elfmeter konnten Sie bisher nicht einmal im Fernsehen bewundern.

........ Auswärtsspiel in Egenburg - wir sind in den 70er Jahren. RW greift an, bleibt jedoch in der gegnerischen Hälfte hängen, der Konter mit klarem Überzahlspiel der Egenburger läuft. Das gefällt unserem Keeper Luggi Niklas überhaupt nicht - keiner der Verteidiger ist hier. Geistesgegenwärtig fällt Luggi jedoch ein, dass das Tor nicht befestigt ist. Luggi entscheidet sich kurzentschlossen, das Tor einfach umzuwerfen. „Schiri, - das Tor ist umgefallen" rief er noch, - total entsetzt wie so etwas passieren konnte. Dem Schiedsrichter blieb keine Wahl, er musste das Spiel unterbrechen, bis das Tor wieder aufgestellt war.

........ War es Vergesslichkeit oder eine gelungene Show-Einlage?
Jedenfalls hat der Spieler Heiner Späth das Kunststück vollbracht, dass er als Torwart (damals musste er aushilfsweise ins Tor) einen halbhohen Ball mit einem Fallrückzieher parierte. Jedenfalls erntete Heiner eine Menge Applaus und löste doch einige Freudentränen bei den Zuschauern auf den Tribünen aus. In der Folgezeit nahm der Heiner dann auch gelegentlich die Hände zu Hilfe.

........ Der Ball wäre neben dem rechten Torpfosten eingeschlagen. Reflexartig hat Sepp Kandler reagiert und den Ball noch parieren können. Das dumme dabei: Sepp war lediglich Zuschauer. Die Gegner von Grün-Weiss Gröbenzell waren entsetzt. Sie konnten sich nicht mehr beruhigen. Der gute Sepp hat schon mal seine Füße in die Hand genommen und war Richtung Maisach-Schleusse beim Ottillinger ge-flüchtet. Die halbe Grün-Weisse Mannschaft verfolgte ihn - jedoch ohne Erfolg - der Sepp war halt „Einheimischer" und kannte somit jeden Winkel. Selbstverständlich konnte der Schiedsrichter das Tor nicht anerkennen, da der Ball die Torlinie nicht überschritten hatte. Dem Sepp war das Recht, er war mittlerweile wieder eingetroffen - hatte sich allerdings sicherheitshalber Zuhause umgezogen, so dass er nicht wieder erkannt wurde - die Rot-Weissen konnten damals das Spiel knapp für sich entscheiden. Das war Ende der 60er Jahre.

........ Ebenfalls zu dieser Zeit in Ampermoching: Der planmäßige Schiedsrichter war nicht gekommen. Aus dem Nachbarort hatte sich jemand zur Verfügung gestellt um das Spiel zu leiten. In einer unübersichtlichen Situation gibt der Referee Strafstoß für Amper-moching. Unsere Mannschaft protestiert, doch der Schiri nimmt seine Entscheidung nicht zurück. Da entscheidet sich die ganze Mannschaft das Spielfeld zu verlassen. Hinter dem Tor schaut man noch dem Elfer-Schützen zu. - Hoppalla, der wollte ihn besonders platziert verwandeln - traf aber nur den Pfosten. Plötzlich stand der SV Rot-Weiss wieder komplett auf dem Platz. Das Spiel wurde fortgesetzt.

........ Walter Heigl setzte sich in einem Spiel in Röhrmoos mehrfach unfair in Szene. Der Schiri konnte und wollte das nicht mehr länger mit ansehen. Walter Heigl bekam einen Feldverweis. Daraufhin ist unserem Adolf Rieger der Kragen geplatzt. Als der „Schiri" den Feldverweis aussprach, baute sich unser „Hühne" Adi vor dem Schiri breitschultrig auf: „Der spuit weita!" waren seine Worte. Zusammen mit seinem Gesichtsausdruck waren diese Worte jedoch ziemlich überzeugend für den Schiedsrichter. Walter Heigl durfte das Spiel fortsetzen.

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